|
 |

Das Bad in der darstellenden Kunst
Albrecht Dürer und seine Darstellungen mittelalterlicher Badeszenen
|
 |
Der Nürnberger Albrecht Dürer (1471 - 1528) gehört zu den Lichtgestalten der europäischen Malerei. Inspiriert von einer Reise nach Holland und zwei Italienreisen, führte er die perspektivische Malkunst zum Durchbruch und versuchte sogar, die Perspektive geometrisch zu untermauern (siehe Kupferstich "Unterweisung der Messung"). Nicht nur das: Den Malstil der italienischen Renaissance transponierte er ins Deutsche, wobei gerade die Deutschen sein Werk durch die Jahrhunderte gewerblich verwerteten. Unzählig die Nachdrucke der bekannten Motive vom Hasen, den Händen oder dem Rhinozeros, die noch heute in manchen Wohnstuben zu finden sind. Albrecht Dürer war ein genialer Zeichner, Kupferstecher und Maler, auch den Holzschnitt beherrschte er meisterhaft.
Seine Federzeichnung "Das Frauenbad", nach dem 2. Weltkrieg in Russland verschollen, ist nun wieder "aufgefunden" worden. Die Bremer Kunsthalle hütet diesen wertvollen Besitz, der derzeit restauriert wird, wie einen Augapfel.
Der um 1498 entstandene Holzschnitt "Die Badstube" zeigt nur
Männer. Die machen Musik, trinken und sind fröhlich, denn die Badstube diente fast mehr der Geselligkeit, als der Hygiene.
Der Mann am linken Bildrand soll übrigens Dürer selbst sein.
Im übrigen badeten Männlein und Weiblein auch gemeinsam in der "Badstube", wie uns andere Maler zweifelsfrei übermittelt haben.
 | |
 |
|
© pw-Internet Solutions GmbH, Mönchengladbach, E-Mail:info@pw-internet.de
|
 |
|
|
 |
|
|