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Das Bad in der darstellenden Kunst

Edgar Degas und seine weit über einhundert Badeszenen

Weltberühmt sind seine Ölgemälde und Pastelle von Ballett-Tänzerinnen, deren Anmut er in unvergleichlicher Weise dargestellt hat. Unvergleichlich sind jedoch auch seine weit über einhundert Badeszenen, wobei manche von den Kunsthistorikern als "delikat" bezeichnet werden. Degas hat sein Modelle in allen erdenklichen "Badeposen" für die Nachwelt festgehalten - sogar bei der "intimen Toilette", wobei er allerdings seine Modelle fast immer von hinten oder von der Seite malte und nie über die Grenzen dessen hinausging, was als ungeschriebenes Gesetz der Kunst verstanden wird. Degas malte nicht nur Frauen vor und während des Bades, sondern auch beim Reinigen des Badezubers, beim Abtrocknen des Körpers oder beim Haarekämmen nach dem Bad. Noch erotischer wird er, wenn er seine Modelle nicht einzeln im oder am Zuber malt, sondern auch beim Nacktbaden zu zweit, dritt oder gar zu viert am Ufer eines imaginären Flusses oder Teiches. Degas hatte übrigens noch ein weiteres Standardmotiv, das nun mit schönen Frauen - ob angezogen oder nackt - nichts zu tun hatte. Degas malte auch viele Bilder von Pferderennen.
"Frau, den Waschzuber reinigend", Pastell ca. 1886
"Sich den Nacken abtrocknende Frau", Pastell ca. 1898
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