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Kuriositäten im und für's Badezimmer
Das Reise-Necessaire - inzwischen ein Museumsstück |
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Was wir Ihnen hier zeigen, wird jedem, der vor 1950 geboren worden ist, in guter Erinnerung sein: Das sog. "Reise-Necessaire". Dieses "edlere", wenn auch völlig unnütze Gegenstück zum "Kulturbeutel", kam in den späten 50-er Jahren auf und hielt sich hartnäckig bis Ende der 60-er Jahre. Der Bundesbürger, zu etwas Wohlstand gelangt, ging wieder auf Reisen - und das Necessaire mit ihm.
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Es beherbergte in einer aufklappbaren Mappe - oder wie hier auf dem Foto in einer Schatulle - Handspiegel, Bürsten bzw. Bürstchen, Nagelschere und vor allem eine schmale, lange Dose zur Aufnahme der Zahnbürste. So ausstaffiert, konnte der Bundesbürger beruhigt in andere Länder mit vermeintlich zweifelhaften hygienischen Verhältnissen reisen, seine Toiletteartikel hatte er immer dabei. Halt! Doch nicht immer, sondern nur einmal. Dann stellte er nämlich fest, daß das echtlederne oder kunstlederne Dingsda unpraktisch und sperrig war und die Plastikdosen einen Hang zum Zersplittern hatten. Und so wanderte es in die hinterste Ecke des Dachbodens, um von dort aus auf die Flohmärkte oder in die Museen zu gelangen. Denn die 50-er Jahre mit ihren Milchbars und den ersten Rockkonzerten sind inzwischen zu einem interessanten Museumsthema geworden. | |
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