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Das Bad in der darstellenden Kunst

Lucas Cranach d. Ä. und seine Nymphe an der Quelle


Ja, ja - sie waren nicht so ganz ohne, die alten Meister! Wenn man sich das bei uns auch vorgestellte Gemälde des Herrn Sohnes so ansieht (Lucas Cranach d. J. - also der Jüngere), so wird man das Sprichwort bestätigt wissen, daß der Apfel nicht weit vom Stamm fällt. Der 1472 in Kronach (daher der Name) geborene (ältere) Lucas Cranach hat seine nackten Damen natürlich nicht gemalt, um den Betrachter sexuell anzuregen - nein, nein - alles spielt sich ab in der vorwiegend griechischen Mythologie. Und so ist denn die "Nymphe an der Quelle" - zu besichtigen in der Bremer Kunsthalle - keineswegs eine Nackte am Bach (vor oder nach dem Bade), sondern eine Sagengestalt. Und eine andere Nackte, die da irgendwie ihre Finger in unkeuschen Regionen zu bewegen scheint, ist nicht etwas ein frivoles Weib, sondern "Venus mit Amor, dem Honigdieb". Ein Schelm, wer nicht weiß, wo das Honigtöpfchen zu finden ist. Cranach d. Ä. malte - wie sein Sohn - Altarbilder, Marienbilder und er malte Luther und dessen Frau Katharaina Bora. Als dieser Dame eine bundesdeutsche Briefmarke gewidmet wurde, basierte das Porträt auf dem Gemälde des älteren Cranach. Der starb 1553 in Weimar, wo sein Haus in den letzten Jahren liebevoll restauriert worden ist.
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