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Badelandschaften hier, Spaßbäder da - und eines größer als das andere. Und doch: Über solch kleine Badeanlagen hätten die alten Römer nur gelacht, allenfalls hätten sie sich gewundert, wieso Menschen freiwillig eine Treppe hochklettern, um dann durch eine Röhre wieder nach unten ins warme Wasser zu rutschen.
In Rom gab es zur Kaiserzeit die wohl umfangreichsten Badeanlagen der damaligen Welt. So waren die Thermen des Kaisers Diocletian (243-316 n.Chr.), eines ehemaligen einfachen Soldaten aus Dalmatien, unglaubliche 125 000 Quadratmeter groß, allein das Schwimmbecken maß 1700 qm. Rom hatte in seiner Blütezeit insgesamt 952 Bäder. Zum Vergleich: In ganz Deutschland waren es im Jahre 1908 insgesamt 1847 "Warmbade-Anstalten". Die von Kaiser Caracalla, der das Weltreich von 211 bis 217 n. Chr. regierte, in Rom errichteten Badeanlagen maßen 124 000 qm. Großbäder, kleinere Anlagen mit luxuriöser Ausstattung, Geschäfte, Lokale und gewisse Etablissements bildeten das Angebot für den Besucher. Die Thermen der Kurstadt Baden-Baden sind übrigens nach diesem Herrscher benannt. Agrippina, geboren 15 n. Chr. in Köln und Mutter des Kaisers Nero, schuf etwa 170 öffentliche Bäder, denn in Rom badete man gern, oft und lange. | |