Die Brause, gemeinhin heutzutage Dusche genannt, hat eine mehrhundertjährige Geschichte. Beschrieben und als Kupferstich dargestellt wurde 1622 die Dusche als Kuranwendung in Aachen. Das Aachener Wasser brauchte natürlich nicht aufgeheizt zu werden, es war (und ist bis heute) ein Thermalwasser. Mit Muskelkraft wurde das Thermalwasser in ein Reservoir gepumpt, aus dem es dann als Schwall auf die Badenden herniederging. Als die Medizin entdeckte, daß Hygiene Krankheiten und vor allem Seuchen eindämmen bzw. ganz verhindern kann, wurden ab etwa 1870 die merkwürdigsten Duschapparaturen erfunden. Der "Rieselbadeapparat", 1908 von einem Herrn Brandes erfunden, wurde aus je einem 5-l-Kalt- bzw. Warmwasser-Boiler gespeist. Wer sich solchen Luxus nicht leisten konnte, der konnte um 1870 in Berlin immerhin in einem "Volks-Bad", einer Wellblechbude mit je fünf Badekabinen für Damen und Herren, für 10 Pfennige eine warme Dusche nehmen. Der Erfinder Dr. Oskar Lassar gründete einen "Verein für Volksbäder" und propagierte: "Jedem Deutschen wöchentlich ein Bad!" (Bild sowie Basistext entnommen der Schrift "Das private Hausbad", erschienen bei hansgrohe).
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