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Das Bad in der darstellenden Kunst

Der Impressionist Lovis Corinth und seine "Susanna im Bade"

Die beim Baden belauschte Susanna ist ein Motiv, das sich durch die gesamte abendländische Malerei zieht. Man betrachte dieses Motiv auch bei Tintoretto hier in unserer Website. Lauscher sind immer ein bis zwei Herren, die als "lüsterne Greise" gelten und im Gebüsch versteckt sind. Genaueres ist von ihnen nie zu sehen, das war auch nie die Absicht der Maler. Die zeigten lieber Susanna und durften damit sicher sein, daß tausende Männer auf die nackte Maid starrten, um sich pflichtschuldigst über die Lüsternheit der alten Herren zu entrüsten. Doch nun zu Lovis Corinth, der 1858 als Franz Heinrich Louis Corinth in Tapiau im hintersten Ostpreußen geboren wurde. Nach einem wechselvollen Künstlerleben brachte es der Sohn eines Gerbers in seinen späten Jahren zum Ehrendoktor der Universität Königsberg und zum Professor an der Berliner Akademie der Künste. Corinth gehört neben Liebermann zu den wenigen deutschen Malern, die als Impressionisten Weltruhm erlangten. Corinth beherrschte meisterhaft das Wechselspiel von hell und dunkel, was sich auch bei der Betrachtung dieses Bildes nachvollziehen läßt. Corinth war ein bedeutender Porträtmaler, dem auch Reichspräsident Ebert "saß". Sein Selbstporträt ist von unvergleichlicher Aussagekraft und Bestandteil jedes Werkes über deutsche Impressionisten. Dieses Gemälde befindet sich ebenso wie die "Susanna im Bade" im Besitz des Folkwang Museums in Essen. Lovis Corinth lebte ab 1919 am Walchensee und starb 1925 in Amsterdam.
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