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Das Bad in der Literatur
Als internationale Gesänge aus den Badekabinen schallten |
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Janina David schrieb den Bestseller "Ein Stück Himmel", der auch erfolgreich verfilmt wurde. Darin schildert sie ihr eigenes Schicksal als jüdisches Kind, dessen Eltern und Großeltern umgebracht wurden, während sie selbst in einem katholischen Kloster in Polen überlebte. In ihrem Buch "Ein Stück Fremde", erschienen im Hanser-Verlag, beschreibt sie die Jahre 1945/46, als sie und andere Waisenkinder von Jüdischen Organisationen "gesammelt" und in Heimen untergebracht wurden. Dort kamen Kinder und Jugendliche aus den verschiedensten Ländern des Ostens zusammen, oft konnten sie sich nicht miteinander verständigen, da jeder in fremder Zunge sprach. In den Heimen gab es oft keine Badmöglichkeit. Unsere Userin Sarah Weitz schickte uns diesen Ausschnitt:
Weil unser Badezimmer immer noch außer Betrieb war, pilgerten die "großen Vier" einmal wöchentlich in die Städtische Badeanstalt. In dem Gebäude befand sich auch ein Schwimmbecken, aber leider Gottes konnte keine von uns schwimmen. Und es gab dort zahlreiche blau- und grüngekachelte Badekabinen mit Zwischenwänden aus Sperrholz und Milchglas. Lilka, Anna, Halina und ich nahmen immer vier nebeneinanderliegende Kabinen. Wir aalten uns im warmen, blau- oder grünschimmernden Wasser und sangen gemeinsam. Die Akustik war phantastisch. Wir brachten unser umfangreiches Repertoire zu Gehör: Volkslieder, Schlager, patriotische Lieder aus der Vorkriegszeit und den Kriegsjahren, Partisanenlieder, Liebesballaden und Filmsongs. Besonders gern sangen wir die Barcarole aus Hoffmanns Erzählungen. Oft erhielten wir begeisterten Beifall aus den anderen Kabinen, mußten auf Zuruf dieses und jenes Lied wiederholen oder Zuhörerwünsche erfüllen. Sogar die Frau, die am Eingang die Eintrittskarten verkaufte, lächelte uns wohlwollend zu. | |
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Betty hat sich mit ihrem Lebensgefährten Max wieder versöhnt, nachdem er ihr hoch und heilig versichert hat, nie mehr im Bad seine Zehennägel zu schneiden und die hornigen Reste auf dem Badteppich zu verteilen. Betty hat sogar akzeptiert, dass er ein Buch mit ins Badezimmer nimmt – ein duftendes Buch der besonderen Art. Wozu braucht Max ein Buch mit duftenden Seiten? … Doch lesen Sie selbst …
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