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Das Bad in der darstellenden Kunst

Der „Magier der Farbe“ – Pierre Bonnard und das Bad

Pierre Bonnard und das Bad

Der französische Maler Pierre Bonnard wird häufig zu den Spätimpressionisten gezählt, weil seine Bilder ebenso Licht durchflutet sind wie die der Impressionisten. Tatsächlich jedoch hat er einen eigenen Stil entwickelt, den er mit Vorliebe in Motiven wie Landschaften, Blumengärten und dem weiblichen Akt umgesetzt hat. Und weil sein Atelier nur wenige Meter vom Bad entfernt lag, hat Bonnard besonders häufig seine Ehefrau Marthe porträtiert, die es mit der Körperhygiene sehr genau genommen haben soll.

Ob allerdings das Ölgemälde „Bei der Toilette. Akt mit Handtuch“, das um 1907 entstanden ist, ein Beispiel dafür ist, scheint fraglich, denn zu dieser Zeit war der Künstler noch unverheiratet und hatte eine Vielzahl amouröser Verbindungen. Dennoch wirkt das Kunstwerk wie eine zufällige Momentaufnahme und gewährt dem Betrachter einen intimen Einblick in das häusliche Leben des Malers. Der Raum wird mit Blau, Gelb und Rot modelliert – nicht umsonst gilt Bonnard als „Magier der Farbe“.

Unter diesem Motto ist im Wuppertaler Von-der-Heydt-Museum jetzt eine große Ausstellung zu sehen, die alle Schaffensphasen des französischen Malers umfasst. Noch bis zum 30. Januar 2011 werden in zwölf Sälen mehr als 180 Gemälde, Zeichnungen, Graphiken und Fotografien Bonnards gezeigt, die die Vielseitigkeit des Künstlers verdeutlichen. Denn neben seiner Frau Marthe ließ sich Bonnard auch zeit seines Lebens von aufregenden Reisen in fremde Länder inspirieren, etwa nach Spanien, Italien, Algerien oder Tunesien.

Abbildung:
„Bei der Toilette. Akt mit Handtuch“
Ölgemälde von Pierre Bonnard (um 1907)
Privatsammlung, New York
© VG Bild-Kunst, Bonn 2010

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