Zu den legendären Hotels in Wien zählt unstreitig "das Bristol", das in den Glanzzeiten des österreichischen Kaiserreichs erbaut wurde. Opulente Pracht ist das, was einem beim Eintritt in das Hotel auffällt. Viel Marmor, viel Samt, viele
üppige Polstermöbel und natürlich viele Gemälde an der Wand, ein Ölgemälde
von "Sissi" inbegriffen.
Mit 140 Zimmern ist das Bristol, gemessen an den modernen 5-Sterne-Häusern, eher ein kleines Haus - aber es verfügt über die größte Suite Österreichs - die Prince-of-Wales-Suite mit ihren 360 qm Wohnfläche. Die weist natürlich das auf, was Seine Lordschaft in seinem eigenen Landhaus auch vorfinden würde: Sauna, Kamin, eine Bibliothek, edelste Antiquitäten und ein Bad, in dem sich Marmor und Alabaster den Rang streitig machen. Ja, und da sind dann noch die Turmschlafzimmer, von denen aus man in den nächtlichen Himmel Wiens schauen kann, ein Vergnügen, auf das Seine Lordschaft zuhause in England natürlich verzichten muss.
Das Hotel Bristol ist in der Wiener Gesellschaft bestens eingeführt. Noble Familien-Festivitäten feiert man hier, insbesondere Hochzeiten. Die Küche des "Korso an der Oper", dem Gourmet-Restaurant des Hauses, ist excellent, aber man speist auch gut in den beiden anderen "Outlets" des Hotels, wie die Hotelfachleute sagen. Und dass es an der Bar edelste Tropfen und coole Cocktails gibt, versteht sich am Rande. Hier trifft man sich nach der Oper, um darüber zu diskutieren, ob die Netrebko nach ihrer Schwangerschaft nicht doch besser und höher singt, als vorher.