Rembrandt van Rijn (1606 - 1669) zählt zu den genialen Malern der Weltgeschichte. Sein Monumantalwerk
"Die Nachtwache" wußten seine Zeitgenossen nicht zu würdigen, das Spiel mit Licht und Schatten begriffen sie nicht. Ihnen
war die akkurate Darstellung einer gefälteten Halskrause wichtiger, als das malerische Halbdunkel, mit dem Rembrandt wie
kein anderer umzugehen verstand. Rembrandt war von Jugendjahren an bis zum Lebensende ein leidenschaftlicher Radierer. Die
ersten datierten Ätzungen stammen aus dem Jahr 1628. "Manche unter den schönsten Radierungen sehen aus, als ob sie mit einem
Stückchen Holz oder eine Nagelspitze gemacht seien", so kein geringerer als der große Renoir über den großen Rembrandt.
Rembrandt hat zwar viele weibliche Akte und Halbakte gezeichnet, aber Badeszenen bilden die Ausnahme. Die Radierung "Diana
im Bad" gehört zu diesen Ausnahmen. Rembrandt van Rijn hatte viele Schicksalsschläge zu erdulden. Von dem Versteigerungswert,
den ein "echter Rembrandt" heute erzielt, hätte er in Hülle und Fülle leben können. Als er starb, war er ein fast mittelloser
Mann.