Das Lektorat unserer Partner-Website "gedichte.de" (ehemalige Version) beginnt, sich um "traumbad.de" verdient zu machen. Jedenfalls reichte es uns das Gedicht eines bis dato unbekannten Autors ein, in dem es (auch) um ein Wannenbad geht. Der Held des Poems ist ein Floh. Autor Hajo Mais' heitere Ballade dürfte sicherlich ein Schmunzeln hervorrufen. Ein kleines Honorar hat er sich damit auch verdient.
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Der Floh
Ein Mann bracht' sich von irgendwo mit nach Hause einen Floh; und als er nachts im Bette schlief, da wurd der kleine Kerl aktiv. An Bein und Bauch und sonst noch wo, tat gütlich sich der kleine Floh.
Der Mann, er flucht, das nicht zu knapp, sucht seinen ganzen Körper ab, stellt nackend vor den Spiegel sich, kämmt aus sein Haar mit festem Strich, wechselt Bettzeug und Pyjama, und glaubt, zu Ende sei das Drama.
Doch kaum liegt er im Bette warm, da juckt es ihn erneut am Arm, danach am Rücken und am Po, an Bein und Bauch und anderswo. Der Mann, er fühlt sich sehr verletzt, springt aus dem Bette ganz entsetzt.
Von dem Theater aufgewacht, sein Weibchen sitzt im Bett und lacht: "Womöglich hast du süßes Blut", sagt sie in ihres Mannes Wut. "Es gibt etwas, ich hab´s gelesen, was öfter hilfreich schon gewesen. Ein heißes Bad, so stand geschrieben, hätte schnell den Floh vertrieben."
Froh über seines Weibes Rat, macht sich der Mann ein heißes Bad; und während er darinnen schwitzt, trifft es die Dame wie ein Blitz, an Bein und Bauch und anderswo, tut gütlich sich bei ihr der Floh.
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