Retrotrend am Waschtisch: Die "freistehende" Seifenschale
Wenn die Dame des Hauses ihr seidiges Haar kämmen wollte, griff sie damals zum Keramikschälchen, das auf dem Marmorwaschtisch neben der Waschschüssel und dem Wasserkrug drapiert war. Dort warteten Kamm und Bürste auf ihren Einsatz. Seife und Puder standen ebenfalls in kleinen Gefäßen bereit. Dann aber brach eine andere Zeit an: Alles musste irgendwie befestigt sein. Der Seifenspender wurde an die Wand gedübelt, die Seifenschale ebenfalls. Andere Accessoires wie Bürsten, Puder, Lippenstifte etc. verschwanden im Badezimmerschrank - bis die Retro-Welle einsetzte und sich der Aufenthalt im Bad zu einer Zeremonie entwickelte. Auch für Männer. Der aus dem Spender quillende Fertig-Rasierschaum ist für viele unattraktiv geworden. Der Mann rührt lieber selbst. Die Firma CLOU wird dieser Retro-Entwicklung gerecht. Sie bietet in ihren Serien "Madras" und "Ovo" schmucke, "freistehende" Schalen und Becher in Chrom. In ihnen finden Wattepads, Seifen, Wimperntuschen und Co. ihren Platz. Und für die Dekoration ist gleich mit gesorgt. Vor allem Mietern kommt der Retro-Trend entgegen: Sie müssen die Fliesen oder Fugen ihres Vermieters nicht mehr anbohren, um der Seifenschale Halt zu geben.
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