"Kleine Bettlektüre für weitherzige Aachener" heißt ein Büchlein aus dem Scherz-Verlag, in dem unsere traumbad.de-Freundin Beate Wolf, eine gebürtige Aachenerin, die Beschreibung des Aachener Badebetriebes entdeckt hat - so, wie ihn ein Karl Ludwig von Pöllnitz 1737 erfahren hat:
"Ein Schalk von einem Freunde hatte mir bedeutet, die Bade-Mägde würden es nicht leiden, indem die wenigen Dienste, womit sie denen, die das Bad gebrauchten, zustatten kämen, einen wesentlichen Teil ihrer Besoldung ausmachten, und es müßte sich jedermann, zum wenigstens, wenn man sich zum erstenmal badete, ihrer bedienen. Ich war so einfältig, es zu glauben, und der Schalk fertigte eine alte Magd an mich ab.... Ich sah eine große, magere, lahme, bärtige Frau, die keinen Zahn...und einen hageren Hals hatte, kurzum: ein wahrhaftig lebendiges Gerippe....Bei anderer Gelegenheit würde ich sie vor ein Gespenst gehalten haben...Ich wollte mit meiner Schönen ein Gespräch halten, ihre Landessprache war aber so außerordentlich wie ihre Figur: sie redete verwirrt Französisch oder schlecht Wallonisch nach deutscher Art ausgesprochen...Ich konnte mich nicht enthalten, darüber zu lachen, die Alte aber ward wegen meiner Kurzweile ungeduldig und zog mir Schuhe und Strümpfe mit Verdruß aus, sagte mir auch mit gebieterischer Stimme, nicht lange zu zaudern, weil andere Leute auf sie warteten. Inmittelst ....läuft die Tugend keine Gefahr, zum wenigsten war die meinige nicht danach beschaffen..." | |