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Das Bad in der Literatur
Wie die Prinzessin von Belgien baden mußte |
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Louise, die Tochter des Königs von Belgien, wurde mit Prinz Philipp von Coburg verheiratet, der im k.-u.-k-Österreich unter Kaiser Franz Josef II zum inneren Cercle der Hofburg gehörte. Sowohl Prinz Philipp als auch sein Schwiegervater König Leopold hatten dauernd Amouren, es galt aber, den Schein zu wahren und nach außen eine glückliche Ehe vorzugaukeln. Als Prinzessin Louise aus dieser Scheinwelt ausbrach und sich dem kroatischen Grafen Geza von Mattachich zuwandte, gab es einen Skandal, der schließlich die ganze Weltpresse gegen das österreichische Kaiserhaus aufbrachte. Denn Graf Geza wurde wegen einer angeblichen Unterschriftsfälschung zu 6 Jahren Kerker verurteilt, seine Geliebte wurde "auf allerhöchste Weisung" in ein Irrenhaus gesperrt. In dem Buch "Die Liaison" von Matray-Krüger aus dem Scherz-Verlag berichtet einmal die Prinzessin anläßlich eines Besuchs bei ihrem Vetter, dem König von Bulgarien, über die Bademöglichkeiten in dessen Palast. An anderer Stelle schildert ihr Liebhaber, wie es mit den Toilettemöglichkeiten in den damaligen Salonwagen der Eisenbahn bestellt war. Wir verdanken die Passagen unserer Userin Barbara Bolten.
"...Zu meinen Appartements gehört ein luxeriöses Badezimmer mit einer Wanne aus italienischem Marmor. Aber es gibt kein fließendes Wasser und keinen Badeofen. Morgens marschiert eine Heerscharr von Mägden mit Eimern knicksend durch mein Schlafzimmer. Ilona und Antonia schütten sich aus vor Lachen über diese Prozedur, und die bulgarischen Bauernmägde verstehen nicht, was meine verwöhnten Kammerfrauen so komisch finden..."
Und das berichtet der Liebhaber der Prinzessin von den Bademöglichkeiten in Zügen:
"...Wie sich rausstellte, war der einzige wirkliche Engpaß das Wasser. Genauer: warmes Wasser zum Waschen. Und für mich auch zum Rasieren. Hierfür sind von den Konstrukteuren des sonst sehr geschickt aufgeteilten Salonwagens seltsamerweise keinerlei Vorkehrungen getroffen worden. Aber das Problem ließ sich letzten Endes doch lösen. Unser Wagen stand verhältnismäßig lang auf dem Abstellgleis der Gare de Lyon in Paris, bevor wir um die halbe Stadt zur Gare Saint-Lazare gezogen wurden, von wo es später weiterging. Diese Zeit benutzte mein Diener Mirko und schleppte mit Hilfe einiger Streckenarbeiter ein Dutzend Kessel mit heißem Wasser aus der Küche der Bahnhofswirtschaft herbei, so daß wir alle uns leidlich frisch machen konnten..." | |
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Betty hat sich mit ihrem Lebensgefährten Max wieder versöhnt, nachdem er ihr hoch und heilig versichert hat, nie mehr im Bad seine Zehennägel zu schneiden und die hornigen Reste auf dem Badteppich zu verteilen. Betty hat sogar akzeptiert, dass er ein Buch mit ins Badezimmer nimmt – ein duftendes Buch der besonderen Art. Wozu braucht Max ein Buch mit duftenden Seiten? … Doch lesen Sie selbst …
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