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Das Bad in der Literatur
Die amüsanten mittelalterlichen Bäder |
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Beschreibung mittelalterlicher Badeszenen, entdeckt in dem Buch "Und sie schämeten sich nicht" von Joachim Fernau (Verlag Herbig/München), eingereicht von unserem User Reinhard Wiedemann:
"Große Höfe und Burgen wohlhabender Ritter besaßen eigene Badestuben. Aber lediglich, weil es zum guten Ton gehörte; amüsant war es nicht. Amüsant waren die öffentlichen Bäder...In den Vorräumen zog man sich aus. Dann betraten Männer und Frauen nackend (zu einigen Zeiten mit einer dünnen Schamverhüllung) die Badestuben. Am liebsten badete man paarweise in einer Wanne sitzend. Der Bader legte ein Brett über den Rand und fragte nach den Wünschen. Er servierte das Frühstück auf dem Brett...schlug auf Wunsch den Baderof* auf...Man aß und trank, planschte herum, ließ Hand und Finger spielen, recht ungeniert, plauderte mit dem Nebenpaar oder begrüße Bekannte, die sich zu einer kurzen Morgenvisite als Zuschauer auf der Galerie eingefunden hatten..." "Große Höfe und Burgen wohlhabender Ritter besaßen eigene Badestuben. Aber lediglich, weil es zum guten Ton gehörte; amüsant war es nicht. Amüsant waren die öffentlichen Bäder...In den Vorräumen zog man sich aus. Dann betraten Männer und Frauen nackend (zu einigen Zeiten mit einer dünnen Schamverhüllung) die Badestuben. Am liebsten badete man paarweise in einer Wanne sitzend. Der Bader legte ein Brett über den Rand und fragte nach den Wünschen. Er servierte das Frühstück auf dem Brett...schlug auf Wunsch den Baderof* auf...Man aß und trank, planschte herum, ließ Hand und Finger spielen, recht ungeniert, plauderte mit dem Nebenpaar oder begrüße Bekannte, die sich zu einer kurzen Morgenvisite als Zuschauer auf der Galerie eingefunden hatten..."
* Baderof oder Baderofen: kleines Zelt, das über die Wanne gestülpt wurde, wenn die Badegäste ein Schwitzbad nehmen wollte. Unter dem Baderof wurde aber nicht nur geschwitzt. Die Red.
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Betty hat sich mit ihrem Lebensgefährten Max wieder versöhnt, nachdem er ihr hoch und heilig versichert hat, nie mehr im Bad seine Zehennägel zu schneiden und die hornigen Reste auf dem Badteppich zu verteilen. Betty hat sogar akzeptiert, dass er ein Buch mit ins Badezimmer nimmt – ein duftendes Buch der besonderen Art. Wozu braucht Max ein Buch mit duftenden Seiten? … Doch lesen Sie selbst …
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