Viele Jahrzehnte ist der französische Maler und Zeichner seinen Motiven und Modellen treu geblieben: Seine Bilder kreisen immer wieder um den weiblichen Akt, vor allem die Rückenakte sind ihm vortrefflich gelungen, wie hier „Die Badende von Valpecon“. Ein Kunstkritiker schreibt über Ingres Leidenschaft: „In diesem Sinn war er einer der glücklichsten Liebhaber aller Zeiten. Er hat die Frauen gemalt, die er besessen, und er hat die Frauen besessen, die er gemalt hat.“ Ingres greift die Sehnsucht der Menschen nach Ferne und fremden Ländern auf in „Das türkische Bad“ (1862). Nackte Frauen und Mädchen aller Hautfarben rekeln sich in den Kissen, baden, tanzen und musizieren. Das Ölgemälde "Die Quelle" hätte ebenso gut "Die Dusche" heißen können, denn es ist unwahrscheinlich, dass jemand splitternackt zu einer Quelle läuft, um dort Wasser in einem Tongefäß aufzunehmen. Die Dusche war zur Zeit von Ingres durchaus in dem Sinne erfunden, dass Damen und Herren in einer großen Schüssel standen und sich Wasser über Kopf und Körper schütteten.
 Die Badende von Valpecon |
 Die Quelle |
 Das türkische Bad | | |